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Blinkende Lygter

Vincent Van Gogh: Starry Night over the Rhone, 1888

Vincent van Gogh: Starry Night over the Rhone, 1888

I barndommens lange og dunkle nat
brænder små blinkende lygter
som spor, er erindringen efterladt,
mens hjertet fryser og flygter.

Her lyser din vildsomme kærlighed
fortabt gennem tågede nætter,
og alt hvad du siden elsked og led
har grænser som viljen sætter.

Den første sorg har et spinkelt skær
som en tåre der skælver i rummet,
kun den vil være dit hjerte nær,
når al anden sorg er forstummet.

Højt som en stjerne en vårlig nat
brænder din barnlige lykke,
du søgte den siden, men fik kun fat
dens flakkende sensommerskygge.

Din tro du tog med dig så langt af led,
for det var det første og sidste,
nu står den og brænder i mørket et sted,
og der er ikke mere at miste.

Og en eller anden kommer dig nær,
men kan aldrig helt forstå dig,
for dit liv har du lagt under lygternes skær,
og ingen skal siden nå dig.

Tove Ditlevsen, 1947

 

Blinkende Lichter

Vincent Van Gogh: Café Terrace on the Place du Forum, Arles - 1888

Vincent van Gogh: Café Terrace on the Place du Forum, Arles – 1888

In der langen und dunklen Nacht der Kindheit
brennen kleine blinkende Lichter
wie eine Spur, ist die Erinnerung hinterlassen,
während das Herz friert und flüchtet.

Hier leuchtet deine unwegsame Liebe
verloren durch neblige Nächte,
und Alles was du seitdem geliebt und erlitten hast
hat Grensen, die der Wille setzt.

Die erste Trauer hat einen dünnen Schein
wie eine Träne, die im Raum bebt,
nur diese will deinem Herzen nahe sein,
wenn jede andere Sorge verstummt ist.

Hoch wie ein Stern in einer frühlingshaften Nacht
brennt dein kindliches Glück,
du hast es seitdem gesucht, aber hast nur
den Schatten seines flimmernden Spätsommers fassen können.

Deinen Glauben nahmst du mit Verachtung so lange mit dir,
denn er war der erste und letzte,
nun steht er und brennt irgendwo im Dunkeln,
und es ist nichts mehr zu verlieren.

Und der Eine oder Andere kommt dir nahe,
aber kann dich nie ganz verstehen,
denn du hast dein Leben unter den Schein der Lichter gelegt,
und niemand soll dich seitdem erreichen.

 Deutsch: Michael Großpietsch, 2013

 

Twinkling Lights

Vincent Van Gogh: The Starry Night, 1889

Vincent van Gogh: The Starry Night, 1889

In the childhood’s long and dark night
Small twinkling lights burn
Like a trace, memory is left,
While the heart freezes and escapes.

Here your pathless love shines
Lost throughout frogged nights,
And all that you since loved and suffered
Has boundaries set by the will.

The first sorrow has a thin light
Like a tear that shivers in space,
Only this will be close to your heart,
When any other sorrow is made quiet.

High as a star on a night as in spring
Your childhood’s happiness burns,
You sought for it since, but only touched
It’s flikkering late summer shadow.

Your faith you took with you so long with disgust,
Because it was the first and the last,
Now it stands and burns somewhere in the dark,
And there is no more to loose.

And one or another comes near to you,
But can never understand you entirely,
Because you have placed your life under the shine of the lights,
And noone shall since reach you.

English: Michael Großpietsch, 2013